Unsere Klassenstufen
und ihre Besonderheiten
Unterstufe: 1. – 4. Klasse:
Die Kinder lernen im Grundschulalter noch nicht abstrakt, sondern wollen durch das Tun begreifen. Es werden Grundlagen für später notwendiges vernetztes Denken und die Bildung von komplexen Zusammenhängen gelegt. Bereits in Klasse 1 erfahren die Kinder in Märchen und Mythen über die Entstehung der Welt. Es treten ab dem dritten Schuljahr Ackerbau und Handwerk hinzu, wobei hier der besondere Wert in Anschauung und eigener Erfahrung liegt. Durch Besuche bei umliegenden Handwerksbetrieben sammeln die Kinder praktische Eindrücke, die teilweise selber umgesetzt werden wie z.B. Pflügen, Säen, Ernten, Backen oder auch Körbe flechten.
In Klasse 4 wird der Blick geweitet, indem über die Heimatkunde eine geographische und völkerkundliche Differenzierung der Erde erfolgt.
Während der ersten Schuljahre unterrichten die Klassenlehrer oder Klassenlehrerinnen alle Hauptfächer selbst. Diese werden im Hauptunterricht von 8 Uhr bis 9.40 Uhr in Epochen unterrichtet. Ab dem ersten Schuljahr werden zwei Fremdsprachen – Englisch und Russisch – in Fachstunden dazu unterrichtet. Hinzu kommen auch Spielturnen, Musik, Eurythmie, Malen, Religion und Handarbeit.
Mit Beginn der Mittelstufe beginnt der eigentliche Geschichtsunterricht. Ausgehend von den mythologischen Betrachtungen der alten orientalischen Kulturen über die Griechen- und Römerzeit, das Mittelalter und die Industrialisierung bis zur Gegenwart mit ihren Herausforderungen, tauchen die Kinder in die Geschichte ein. Unterstützt durch die Naturkunde mit Menschen-, Tier-, Pflanzen- und Gesteinswelt wird das Kind zur Erdenreife geführt. Auf die eigene Lebenswelt aufbauend folgen die Ernährungslehre, die Sexualkunde und Anatomie. Mit der Physik setzt dann eine naturkundliche Arbeitsweise ein, die in der 7. Klasse mit Beginn des Chemieunterrichts vertieft wird. Die Mittelstufenzeit wird mit dem Klassenspiel der 8. Klasse und der eigenen Jahresarbeit abgeschlossen. Die Fächer Gartenbau und Werken sind in der Mittelstufe Bestandteil des Stundenplans und stellen zum sonstigen intensiven kognitiven Arbeiten der Schüler und Schülerinnen einen wichtigen praktischen Ausgleich dar.
Eine zentrale Stelle nehmen die Praktika und Projekte ein, die sich über mehrere Wochen erstrecken. Die Schüler entdecken neue Perspektiven, erhalten Anregungen und formulieren Fragen und schließlich lernen sie neue Menschen und Lebensweisen kennen und bewähren sich in unbekannten Situationen. Sie lernen die Arbeitswelt kennen und schätzen.
